Foto: SKN-Montage
VA-Tag: 13. April 2012
VA-Ort: Voithplatz


Das Wort zum Sport

KOMMENTAR: Die Erde ist rund, der Fußball ebenso. Alles dreht sich um die vormals lederne Kugel: Eine 1:1-Niederlage auf dem Voithplatz.

Was war das für ein Spiel. Sicher keines für schwache Nerven. SKN gegen den LASK endet 1:1. Eine gefühlte Niederlage für beide Teams. Für die Linzer, weil sie damit im Titelkampf wichtige Punkte haben liegen lassen. Für die Wölfe, weil sie über 70 Minuten einen Mann mehr auf dem Feld hatten, und trotzdem das schlechtere Team waren.
Aber alles schön der Reihe nach.

Eine muntere erste Hälfte
Das Spiel begann praktisch mit einem Donnerschlag. Schon nach wenigen Minuten der erste Treffer für den SKN. Schönes Zuspiel von links und Strafraum-Stürmer Segovia schießt zum 1:0 ein. Das ganze Stadion jubelt, doch plötzlich hebt der Schiedsrichter-Assistent die Fahne. Abseits. Eine glatte Fehlentscheidung! Segovia stand mit einem Linzer Verteidiger auf gleicher Höhe.

Der LASK versuchte die Partie mit Härte zu dominieren, aber St. Pölten spielte tapfer mit, war zu diesem Zeitpunkt die bessere Mannschaft. Dann ein dummes Foul von Aigner im Mittelfeld. Er erwischt Jano, ohne Chance auf den Ball, von hinten und sieht dafür, zur Überraschung vieler, die Rote Karte. Eine harte Entscheidung, aber angesichts der Tatsache, dass die Attacke von hinten kam, Aigner den Ball meterweit verfehlte und eine Verletzung des Gegners in Kauf nahm, eine Karte die man geben kann.

Aigner und Kollegen sehen rot
Völlig unverständlich die Reaktion einiger LASK-Akteure. Geschockt von der Rot-Entscheidung ging man auf den gefoulten Jano los. Der krümmte sich immer noch vor Schmerzen und konnte nun gar nichts für das ungeschickte Foul des Schwarz-Weißen. Weder hatte der SKN-Spieler Rot gefordert, noch hatte er sich in irgend einer Weise theatralisch fallen lassen. In dieser Situation waren einige Linzer vom Fair Play soweit entfernt wie Österreich vom Meer.

Die Überzahl bekam dem SKN anfangs gut. Nach einer halben Stunde verwertet Segovia einen klaren Elfer zur Führung. Alles sah danach aus, dass der zweite Treffer der Hausherren nur eine Frage der Zeit wäre. Doch dann der Rückfall. Die Wölfe ließen den LASK, kurz vor der Pause, wieder ins Spiel kommen. Die Folge, der nicht unverdiente Ausgleich der Gäste, nach einer kollektiven Schlafphase der SKN-Abwehr. Der Treffer war schön, hatte jedoch einen Makel. Dieses mal hätte man nämlich viel eher Abseits geben müssen, als beim Tor von Segovia.

Zweite Hälfte zum Vergessen
War der erste Durchgang spannend und unterhaltsam, war die zweite Hälfte zum Teil ein grottenschlechter Kick. Extrem viele Abspielfehler auf beiden Seiten. An einen geordneten Spielaufbau war nicht zu denken. Es regierte der Zufall.

Nach etwa 70 Minuten waren es, überraschender Weise, einige Spieler des Heimteams, die am Ende ihrer Kräfte angelangt waren. Die rechte Außenbahn des SKN war praktisch nicht mehr existent. Trainer Scherb hatte zwar noch einen Wechsel offen, reagierte jedoch nicht. Die Folge waren einige gefährliche Angriffe der Linzer, vornehmlich über deren linke Seite. Silvio und Henrique, die zuvor eher durch Unsportlichkeiten und gemeine Fouls aufgefallen waren, erspielten sich so die eine oder andere gute Chance.

Fazit nach 90 Minuten
Am Ende stand es 1:1. Eine Enttäuschung für beide Teams und für die Zuschauer, die ihren Unmut auch kund taten. Schade, dass die Wölfe die die gute Kulisse von fast 1.600 Besuchern nicht nutzten, um Werbung in eigener Sache zu machen. Nach so einem Auftreten im zweiten Durchgang braucht man sich nicht wundern, wenn beim nächsten Heimspiel die Besucheranzahl im dreistelligen Bereich liegt.


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Autor: peter
letztes update: 15.4.12
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