![]() I Am Cereals - I Am Cereals. Mit "French Parade" lieferten I Am Cereals einen Appetizer, der uns via FM4 den Weg zur Arbeit erleichterte. Die Videos auf YouTube stachelten die Vorfreude zusätzlich an. Jetzt gibts den Longplayer. Mit den taktisch klug vorgeschobenen Videos auf YouTube, die die Band während der Aufnahmen ihres Debutalbums zeigten, wuchsen die Erwartungen an den Release. Bald nach Erscheinen der CD wussten wir aus dem einschlägigen Feuilleton, dass wir mit den Ausnahmemusikern um den Singer/Songwriter Ben Martin und Bauchklang Gerald Huber eine Supergoup in der Landeshauptstadt haben. Wussten wir schon vorher, wissen aber auch um die Doppeldeutigkeit des Begriffs "Supergroup".
Für den bunten Blumenstrauß ausgefeilter Songs bediente sich die Band aus allen Ecken der 80er. Das führt uns im besten Fall zum "Human Vocoder" oder zum kleinen Popjuwel "The Gospel", das an Orange Juice erinnert; weiter ins Revier von Prince ("Loosen The Grip", "You Say You’re Not Yourself", "Wipe Your Nose"); wir streifen Depeche Mode ohne deren Pathos ("Two Faces" ) und bremsen uns ein bei Roxy Music in ihrer langweiligen Phase. Ein zerrissenes Album, wie das Supergruppen oft passiert, das mit seinen 15 Songs zu lang geraten ist.
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