![]() Contact High Wenn man sich intensiv auf eine andere Person einlässt, kann man deren Drogenrausch miterleben ohne selbst etwas zu konsumieren, "cheap & gsund" sozusagen... Autowerkstatt-Besitzer Harry (Detlev Buck) soll für Gangsterboss Carlos (Jeremy Strong) eine Tasche aus Krakau abholen. Harry will sich nicht selbst die Finger schmutzig machen und schickt stattdessen den Dealer Schorsch (Georg Friedrich). Schorsch passt das gerade gar nicht, denn er will das 24-Stunden-Rennen von Le Mans sehen, außerdem wurde ihm der Führerschein abgenommen.
Mao (Pia Herzegger) ist Schorsch noch etwas schuldig, daher soll sie die den Job übernehmen. Mao wiederum schickt ihre "zwei besten Männer" nach Krakau, Max Durst (Michael Ostrowski) und Hans Wurst (Raimund Wallisch), die für Mao einen Würstelstand betreiben. Hans will sich in Polen mit Wurst eindecken, also machen sich die beiden auf die Reise. Harry bekommt schnell mit, dass Schorsch den wichtigen Auftrag abgegeben hat. Er bezweifelt, dass Hans und Max alles wie geplant erledigen und macht sich mit Schorsch ebenfalls auf den Weg nach Krakau. Die zwei vom Würstelstand holen die Tasche wie vereinbart ab, beschließen dann allerdings, sich noch einen schönen Abend in Polen zu machen. Von da an geht es rund, inhaltlich wie optisch. Max nimmt Drogen und Hans wird "contact high". Dadurch nehmen sie auf dem Heimweg den falschen Zug und landen schließlich in Drogomysl. Während Max seine Traumfrau (Hilde Dalik) findet, geht durch eine Verwechslung die Tasche verloren. Schorsch und Harry bleiben den beiden auf den Fersen, geraten aber ebenfalls an eine falsche Tasche und in diverse Abenteuer. Je mehr narrische Schwammerln und lustige Kekse eingeworfen werden, umso bunter und absurder wird auch der Film. Grelle Special Effects und eine zunehmend verwirrende Story versetzen den Zuschauer gleichermaßen in ein contact high. Irgendwann kennt man sich nicht mehr wirklich aus - das macht aber eigentlich nichts... Michael Glawogger (Regie) und Michael Ostrowski (Drehbuch) planen eine "Sex, Drugs & Rock 'n' Roll" Triologie. Während es in "Nacktschnecken" um Sex ging, widmet sich "Contact High" also den Drogen. So entstand mit den sympathischen Figuren aus "Nacktschnecken" Österreichs erste Drogenkomödie, mit fabelhaften Slapstick-Elementen, zum Schreien komischen Szenen und einem hervorragendem Ensemble, das sichtlich großen Spaß hat. Detlev Buck und Georg Friedrich, die sich in "Nacktschnecken" als Dreamteam herausstellten, haben diesmal erfreulicherweise größere Rollen. Die Anleihen bei "Pulp Fiction" und "Fear & Loathing in Las Vegas" sind zum Teil etwas zu offensichtlich, doch es sei Glawogger verziehen, schließlich kann man sich die meiste Zeit vor Lachen kaum im Kinosessel halten.
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