Verlag/Jahr: Residenzverlag / 2008




Milena Michiko Flasar - [ich bin]

Die in Wien lebende Autorin Milena Michiko Flasar hat ihr erstes Buch veröffentlicht. Es handelt von Liebe, problematischen Beziehungen und der Suche nach sich selbst.

Die Liebe, mit all ihren Höhen und Tiefen und die Suche nach sich selbst sind die Themen, die Milena Michiko Flasar (geb. 1980) in ihrem Debüt behandelt. Die Ich-Erzählerin beschreibt ihren Schmerz und ihre Trauer, die sie im zwischenmenschlichem Zusammensein erleben muss. Streckenweise ist man als Leser gefesselt von den selbstreflektierenden Betrachtungen und kann nicht aufhören der Geschichte zu folgen. Dann wieder fühlt man sich unwohl und ist unschlüssig, ob man das Buch nicht lieber weg legen soll.

Das Buch ist in drei Erzählungen gegliedert, wobei die Autorin der ersten, in zwei Kapitel gegliederten, den breitesten Raum widmet. Die Geschichten sind mit großer Intensität erzählt und mehrmals ertappt man sich bei dem Gedanken: "ist das jetzt Fiktion, oder wurde in die Geschichte mit Autobiographischem verwoben?"

Flasar ist sprachgewandt und hat großes Potential. Bloß ihre Geschichten wollen nicht recht zünden, können gar nicht zünden, da sie die Ich-Erzählerin im Denken verharren läßt und ihr kaum die Möglichkeit des Handels einberaumt.

Milena Michiko Flasar liest am 23. Oktober im Zuge des Blätterwirbel-Literaturevents (mit Andrea Maria Dusl und Michael Stavaric) in St. Pölten im Landestheater und am 12. Dezember im Literaturhaus Wien.
Autor: claudia
letztes update: 20.10.08
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