Foto: Cover "Das kalte Licht der fernen Sterne"
Verlag/Jahr: Frankfurter Verlagsanstalt | 2016



Anna Galkina - Das kalte Licht ...

... der fernen Sterne". Die aus Moskau stammende und in Deutschland lebende Autorin erzählt in ihrem Debüt-Roman von Erinnerungen an die Sowjetunion der Achtzigerjahre.

Die Ich-Erzählerin Nastja kehrt nach vielen Jahren in das nahe bei Moskau liegende Städtchen ihrer Kindheit und Jugend zurück und erinnert sich an die sehr raue Zeit der damaligen, dem Untergang geweihten, Sowjetunion der Achtzigerjahre.

Es sind aber nicht nur schlimme Ereignisse auf die Nastja zurückblicken muss, sondern auch angenehme Erinnerungen, wie zum Beispiel die einzelnen Gerüche in den verschiedenen Häusern in ihrer Straße. So riecht es im Haus der Freunde nach alten Büchern, Honigkuchen und einem Kettenhund. Die Beschreibungen der Jahreszeiten in ihrem Städtchen und woran man diese nicht nur wegen dem Wetter erkennt, sind kleine Lichtungen im Dunkel dieser traurigen Geschichte.

"Frühling ist Musik. Zunächst geräuschlos, aber doch deutlich spürbar.
Die Musik des Frühlings wird im Herzen geboren. Der Wind trägt sie
fort, spielt auf dem Eiszapfenxylophon, rauscht in den Baumkronen. ...."

Anna Galkina hat mit ihrem Debüt einen tragischen, aber ebenso humorvollen Roman geschaffen. Auch wenn die Geschichte von erschütternden Erziehungsmethoden, Alkohol und Sex als Flucht vor dem Alltag handelt, so finden sich auch immer wieder hoffnungsvolle Töne und komische Begebenheiten, die einen Schmunzeln lassen.


Autor: claudia
letztes update: 4.10.16
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