![]() J. M. Coetzee - Sommer des Lebens Mit dem letzten Teil seiner autobiographisch gefärbten Trilogie erzählt uns der südafrikanische Nobelpreisträger im Interviewstil von seiner Zeit in den Siebzigern.
Der junge Wissenschaftler Vincent möchte eine Biographie über den verstorbenen Schriftsteller J.M. Coetzee schreiben und führt daher Interviews mit vier Frauen und einem Mann, die in seinem Leben eine wichtige Rolle gespielt haben. Vincent interessiert sich für jenen Lebensabschnitt von Coetzee (dem er selbst nie begegnet ist), beginnend im Jahr 1971, als dieser als dreißigjähriger von Amerika zurück nach Südafrika gekommen ist um sich als Schriftsteller zu etablieren, bis ins Jahr 1977. Er erfährt so einiges Persönliches über Coetzee selbst und die Beziehung, die er zu seinem Vater und dem Rest der Familie hatte, aber auch über die schlimme Verfassung des südafrikanischen Apartheid-Regimes in den 70er-Jahren.
Mit „Sommer des Lebens“ präsentiert der südafrikanische Nobelpreisträger J. M. Coetzee den letzten Teil seiner autobiographischen Trilogie. Dabei geht er mit sich selbst hart ins Gericht, behauptet sogar „kein ganzer Mann“ gewesen zu sein. Er beschreibt sich ebenso als jemand, der nicht "für die Liebe geschaffen sei". Wer den klassischen Romanstil bevorzugt, der wird mit der Interviewform dieses Werkes nicht viel Freude haben. Das "Hineinkippen" in die Geschichte ist hier nur schwer möglich. "Sommer des Lebens" gehört nicht zu Coetzee`s besten Büchern, wer sich aber einen vollständigen Überblick über sein Werk verschaffen möchte und/oder dem dieser Schreibstil zusagt, der sollte auch dieses Buch lesen.
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